Thessalien 10.05.2003

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Trotz verspäteten Abflugs landet der Flieger nach einem angenehmen Flug einigermaßen pünktlich um 15:15 Uhr in Thessaloníki. Das Wetter ist wie aus dem Bilderbuch. Der Check-out sowie das Abholen des Mietwagens funktionieren schnell, unkompliziert und reibungslos, so dass ich mich kurze Zeit später bereits "on the road" befinde. Der erste Eindruck: Das Land ist grün! Kein Vergleich zum Hochsommer oder Herbst, in dem ich das Land bisher ausschließlich kannte. Nachdem ich das scheinbar nicht enden wollende Thessaloniki auf der Ringautobahn hinter mir gelassen habe, passiere ich eine wasserreiche Ebene, in der u.a. Nassreis angebaut wird. Ein ungewohntes Bild - es erinnert mich an Fotos aus Asien. Der Axios River, den die sehr gut ausgebaute Straße überquert, erinnert von seinen Ausmaßen durchaus an einen Fluss wie die Mosel. Trocken ist hier nichts. Kurz nach der ersten Maut-Station (1,40 €) verlasse ich die Autobahn und wechsele auf die Schnellstraße in Richtung Véria.

Zur Begrüßung präsentiert sich mir ein klarer Blick auf das ca. 40 - 50 Kilometer entfernte, schneebedeckte Olymp-Massiv. Es heißt, dass der Götterberg sich selten wolkenlos zeigt, aber heute ist dies der Fall. Südlich von Véria führt die Straße höher in die Berge hinauf und auf der Strecke über Kozáni bis nach Grevená wechseln sich langweilige Schnellstraßenabschnitte immer wieder mit herrlichen Serpentinenetappen ab. Die Berglandschaft hier ist stellenweise wirklich malerisch.

Am späten Nachmittag erreiche ich Grevená. Die Stadt selbst ist ohne besondere Attraktivität und demzufolge ohne einen einzigen Touristen. Dennoch ist sie alles andere als verschlafen, denn hier pulsiert das pure griechische Leben. Nachdem ich direkt am zentralen Platz im Ortszentrum ein billiges Hotel (15 € ohne Dusche, na-ja) gefunden habe, bummele ich zuerst lange durch die Stadt, bevor ich mich zu meinem ersten Abendessen niederlasse. Ich entscheide mich für einen griechischen Salat (mit einer daumendicken Scheibe Féta und mindestens eine halben Tasse Olivenöl), frisch aus Kartoffeln geschnittenen Pommes frites, gegrillten Hähnchenteilen und dazu ein Amstel Bier. Das ganze kostet 10 € - die Gastronomiepreise in Griechenland haben ganz mächtig angezogen.

Nach dem Essen setze ich mich an den Rand des großen Platzes und beobachte die Menschen. Es ist samstagabends und die ganze Stadt ist auf den Beinen: Männer diskutieren in Kafenions, Jugendliche flanieren (streng getrennt nach Jungen- und Mädchengruppen) oder sitzen in Bars und trinken Kafé frappé, Kinder spielen auf Straßen und Plätzen, zahlreiche Familien bevölkern die Tavernen und essen zu Abend. Super! Hier braucht es keine Touristen, damit die Stadt lebt. Ich beschließe den Tag mit einer Zigarre vis-á-vis einem schön angestrahlten Springbrunnen nahe der Stadtbibliothek.

Anreise:


Unterwegs:


Grevená: