Santorín 16.08.1989

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Aus dem Inneren des Donners stammst du,
zitternd zwischen reuevollen Wolken,
Bitterer Fels, geprüft und stolz,
Als ersten Zeugen suchtest du die Sonne,
um mit ihr den kühnen Glanz zu erblicken.
(Odysseas Elytis, Ode an Santorin)

Früh um 2:00 Uhr beginnt der Tag. Mit unserem altersschwachen Ford Fiesta fahren Anja und ich los, checken gegen 4:00 Uhr am Flughafen Düsseldorf ein und heben pünktlich um 6:00 Uhr als erster Flieger an diesem Tag ab. Kurz nach dem Start geht die Sonne auf und wir haben vom Flugzeug aus bei schönem Wetter eine tolle Sicht auf die Alpen, später auf den Pilion und Athen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Mykonos, wo bereits die Mehrheit der Passagiere den Flieger verlässt, ist es nur noch ein "Hüpfer", bis wir pünktlich um 12:00 Uhr OESZ auf dem unerwartet großzügig angelegten Flughafen von Santorin landen.

Der sehr kräftige Wind hat die Temperatur eines Badezimmerföns und macht die intensive Sonne nicht spürbar erträglicher. Die Abfertigung der zahlreichen Touristen verläuft auf die typisch griechische, etwas chaotische Art, aber problemlos und so sitzen wir schon bald im Transferbus, der uns bis zum Hotel bringt; auf der Fahrt bekommen wir einen ersten positiven Eindruck von der Insel. Das Hotel in der typischen Inselarchitektur am südwestlichen Ortsrand von Perissa gefällt uns gut, es ist ziemlich neu, sauber und irgendwie niedlich. Nach einer ausgiebigen Mittagspause besuchen wir das bei Pauschalreisen übliche Begrüßungstreffen des Reiseveranstalters, bei dem aber nur denjenigen, die noch nie im Leben in Griechenland waren, neue Informationen erhalten.

Am Abend machen wir uns auf die Suche nach einer typischen, ursprünglichen Taverne, doch der noch neue, aber schon massiv im Aufblühen befindliche Tourismus fordert bereits seinen Tribut, d.h. alle Tavernen, die wir finden haben sich bereits an die mitteleuropäischen Gepflogenheiten (z.B. eine Speisekarte) angepasst. Nichtsdestotrotz sind wir vom Essen nicht enttäuscht: Ein Schmorgericht aus Moussaka, Auberginen, Kartoffeln und Zwiebeln, dazu griechischen Salat und Amstel-Bier. Nach dem Essen kaufen wir direkt vom Bauern am Straßenrand eine Flasche frischen Santorin-Wein und lassen den Abend bei Vollmond am Strand ausklingen.

Anreise:


Períssa: