Zu den Bildern

Ausnahmsweise nehmen wir heute Morgen mal nicht den Bus nach Argos, sondern die Linie in Richtung Epidavros. Nach einer ca. halbstündigen, wunderschöne Fahrt durch die argolische Bergwelt gibt uns der Busfahrer zu verstehen, dass wir hier aussteigen müssen, wenn die antiken Stätten unser Ziel seien. Allerdings haben wir ihn missverstanden, er meinte eigentlich nicht aus- sondern umsteigen, da es noch einige Kilometer bis dahin sind. Als er merkt, dass wir ihn missverstanden haben und das restliche Stück zu Fuß gehen wollen, heißt er uns wieder einzusteigen und fährt uns bis vor die Tore der Ausgrabungsstätte. Danke - das wäre in Deutschland nie passiert!

Das Amphitheater von Epidavros, wegen seiner unglaublichen Akustik weltweit berühmt, ist absolut beeindruckend. Es ist riesig (ca. 14.000 Sitzplätze), die Akustik ist wirklich so phänomenal, wie es überall beschrieben ist und die harmonische Einbettung des gut erhaltenen Halbrundes in eine natürliche Senke der umgebenden Hügellandschaft ist perfekt.

Anschließend besichtigen wir das Museum, das zwar klein und nicht sehr spektakulär ist, aber es doch schafft, eine Vorstellung der ehemaligen Schönheit und Perfektion dieser Anlage zu vermitteln. Abschließend machen wir noch einen Rundgang über das gesamte Areal - das Theater war ja nur ein Nebenschauplatz des klassischen Heilbetriebs. Die bisher nicht restaurierten Überreste der Häuser der Heilung gleichen allerdings einem Trümmerfeld und sagen uns relativ wenig.

Zurück in Nafplion machen wir einen Gang durch die schöne Altstadt. Später umrunden wir den Akronauplia-Felsen, wobei wir einen tollen Blick auf die Insel Bourtzi haben und entscheiden uns spontan dazu, die mehr als 900 Stufen zur Palamidi-Festung zu erklimmen. Rückblickend betrachtet ist die Aktion vollkommener Wahnsinn, denn die nach Südwesten ausgerichtete Felsflanke ist jetzt, am späten Nachmittag, der unverminderten Kraft der Sonne ausgesetzt. Die Temperatur auf den schattenlosen Stufen liegt demzufolge weit über jedem vernünftigen Wert. Kurz vor dem Hitzekollaps oben angekommen, sind wir dennoch in der Lage, die phantastische Aussicht, die sich uns bietet, ausgiebig zu genießen.

Nach dem Abstieg genieße ich die Dusche in der Jugendherberge wie noch nie und nach einer wohlverdienten Ruhepause beschließen wir unseren letzten Tag in Nafplion - wie schon die Tage zuvor - mit einem guten Abendessen in unserem Stammlokal.

Epídavros:


Náfplion: