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In ein paar Stunden sollten wir in Nauplia sein, in der Nähe so atemberaubender Orte wie Argos, Tiryns, Mykenä und Epidauros.
(Henry Miller)

Als wir am Morgen aufwachen sind Eli und Maggy bereits abgereist und so begeben wir uns wieder zu zweit "on the road", um am Peloponnes-Bahnhof die Schmalspur-Bahn in Richtung Nafplion zu nehmen. Nachdem wir die Vorstädte Athens sowie das außergewöhnlich hässliche Industrie- und Ölhafengebiet bei Elefsína hinter uns gelassen haben und wir auf die Landverbindung zwischen dem Festland und der Peloponnes einschwenken, führen die Bahngleise in teilweise waghalsiger Konstruktion direkt an der Steilküste entlang. Das bietet einmalige Ausblicke in die tolle Landschaft und bringt unsere Stimmung wieder auf Hochtouren.

Die Fahrt führt über den Kanal von Korinth. Da wir vorhaben, in den nächsten Tagen extra für Fotos hierher zurückzukehren, machen wir jetzt jedoch noch keine Bilder. In Korinth steigen wir in einen Zug nach Argos um. Da die Bahnstrecke nach Nafplion bereits vor einigen Jahren stillgelegt wurde, geht es von Argos aus mit dem Bus weiter (55 ΔΡΑΧ, knapp 0,90 DM). Gegen Mittag treffen wir in Nafplion ein.

Nachdem wir in der hiesigen Jugendherberge unser Quartier bezogen haben, packen wir unsere Badesachen ein und spazieren zum Strand, genauer gesagt: Zur felsigen Küste an der Südseite des Akronauplia-Felsens. Der frische Wind verursacht eine ernstzunehmende Brandung, so dass es weder einfach noch ungefährlich ist, von den teilweise scharfkantigen Felsen ins Wasser und später auch wieder zurück auf die Felsen zu gelangen. Bald sind Hände, Knie und Füße blutig zerkratzt und als wäre das nicht genug, tritt Rolf auch noch auf einen Seeigel. So geht unser erster Badeversuch wenig erfolgreich zu Ende.

Zum Abendessen besuchen wir eine ziemlich ursprüngliche Taverne, die sich unmittelbar schräg gegenüber der Jugendherberge befindet. Nachdem wir uns für wenig Geld an Grillhähnchen und griechischem Salat gestärkt haben, bleiben wir noch lange dort sitzen, trinken etwas und schreiben die unvermeidlichen Postkarten an die zu Hause gebliebenen.

Athén:


Unterwegs:


Náfplion: