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Noch bin ich das Schlafen in jeder Position nicht gewöhnt und auch der Schlafmangel ist bisher nicht so groß, dass er helfen könnte. Auf unserer ersten Nachtfahrt finde ich deshalb so gut wie keinen Schlaf, erst am frühen Morgen fallen mir die Augen zu, so dass ich ausgerechnet den landschaftlich schönsten Teil der Strecke - die Durchquerung der Alpen - verschlafe. Im Norden Italiens ist es kühl und bewölkt, erst als wir uns am frühen Nachmittag Venedig nähern, klärt der Himmel auf und es wird sehr warm.

Die wenigen Stunden Aufenthalt, die wir in Venedig eingeplant haben, reichen gerade eben für einen Rundgang durch die berühmte Stadt der Gondeln aus. Für einen ersten Eindruck vom Canal Grande mit der Rialto-Brücke, dem Marcus-Platz mit dem Campanile und dem verwinkelten System der Brücken und Kanäle reicht es allemal. Abgesehen von der schwül-stickigen Luft und der Unmenge Touristen ist es eine tolle Stadt. Bevor wir uns wieder zum Bahnhof begeben, stärken wir uns an einer sehr guten und dabei überraschend preiswerten Pizza.

Beim Einsteigen in den Zug nach Zagreb lernen wir zwei sehr nette junge Frauen aus Rheinbach kennen und da wir uns auf Anhieb gut verstehen, beschließen wir, die Reise gemeinsam fortzusetzen - zunächst zumindest bis Athen. Nicht verschwiegen werden soll die Tatsache, dass Rolf sich besonders für Elisabeth (genannt Eli) erwärmt, während ich Annette (genannt Maggy) sympathischer finde. Mit viel Glück finden wir ein freies Liegewagen-Abteil, dass wir dank Maggys Französischkenntnissen vor dem Zustrom weiterer Fahrgäste erfolgreich verteidigen können ("occupée!!!"). Trotzdem finden wir auch in dieser Nacht nur wenig Schlaf - die zahlreichen österreichischen und jugoslawischen Pass- und Gepäckkontrollen könnten als Erklärung für diesen Umstand herangezogen werden.

Venedig: