Interrail 21.07.1986

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Vier Jahre nach unserer Jugendfahrt nach Griechenland, bei der wir den Pilion und Athen kennengelernt haben, mache ich mich mit meinem Freund Rolf auf, noch einmal das Abenteuer Griechenland zu wagen. Wir haben beschlossen, mit dem Interrail-Ticket vier Wochen durch Europa zu reisen und dabei vor allem - neben der Auffrischung der Erinnerung an den Pilion und Athen - den Peloponnes per Bahn zu erkunden. Da bei der Fahrt durch Deutschland für die nationale Strecke der halbe Fahrpreis fällig würde (und wir beide als Studenten auf jede Mark achten müssen) führt unsere Route um Deutschland herum.

Wir besteigen also am frühen Morgen in Emmerich den Schnellzug nach Amsterdam, wo wir ohne nennenswerten Aufenthalt in den Zug über Brüssel nach Paris umsteigen. Da es eine Schande wäre, in Paris zu sein, ohne sich die Stadt wenigstens kurz anzuschauen, haben wir 1½ Tage für Paris eingeplant. Weil wir noch nicht wissen, wo wir die Nacht verbringen werden, schließen wir unsere Rucksäcke am Gare d'Lyon in Schließfächer ein und erkunden die Stadt mit "leichtem Gepäck", das ist ein Tagesrucksack mit dem Allernötigsten, darauf Schlafsack und Iso-Matte geschnallt.

Die riesige Stadt zu Fuß zu erkunden ist eine Herausforderung und die Wege und Zeiten, die wir dafür brauchen sind länger als geplant. Zum Abendessen kaufen wir uns eine Ravioli-Konserve und eine Dose Bier - beides ist so gut wie ungenießbar! In der Nacht, wenn alle bedeutenden Bauwerke angestrahlt sind, ist die Stadt nicht minder faszinierend als am Tag, weswegen wir keine Zeit damit verschwenden, eine bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit zu suchen (ohnehin ein relativ aussichtloses Unterfangen), sondern uns angesichts des schönen Wetters dazu entschließen, am Rande des Champ de Mars (dt. Marsfeld), im Freien, im Schatten des Eiffelturms zu nächtigen.

Das Ticket:


Paris: