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Nach eine schlafarmen Nachtfahrt durch Österreich erreichen wir bei steigenden Temperaturen Jugoslawien. Zwar wirken die deutschen Personalausweise beim Grenzübertritt wie eine Freikarte, aber geweckt werden wir natürlich trotzdem. Als Martin am Nachmittag bei der Ausfahrt aus dem Belgrader Hauptbahnhof ein paar auf dem Nebengleis stehende, alte Dampflokomotiven fotografieren will, wird er von einem der zahlreich anwesenden jugoslawischen Soldaten mit den schroffen Worten "Do not photograph - military objects!" daran gehindert.

Den Rest des Tages verbringen wir größtenteil an den weit geöffneten Zugfenstern, um in der sengenden Hitze wenigstens ein wenig Abkühlung durch den Fahrtwind zu haben. Nach einigen Stunden wird der Anblick der riesigen Mais- und Sonnenblumenfelder, die sich bis zum Horizont erstrecken, allmählich langweilig. Auch das monotone du-dupp-du-dupp der unverschweißten Schienen trägt nicht dazu bei, unsere bleiernde Müdigkeit zu vertreiben. Nur manchmal bietet der Blick nach draußen interessante Anblicke: Auf den Feldwegen kann man neben uralten Traktormodellen, wie wir sie nur noch aus alten 50er-Jahre Filmen kennen, vereinzelt sogar Ochsenwagen erblicken.

Mitten in der Nacht passieren wir schließlich die griechische Grenze. Die zahlreichen Zoll- und Passkontrollen durch jugoslawische und griechische Grenzbeamten wirken erneut einer erholsamen Nachtruhe entgegen.

Der Fahrplan: